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ich hasse sonntag.

ich sitz hier rum an einem sonntagnachmittag, gucke son behinderten teenie-liebesdrama-hässliches-entlein-bekommt-den-geilen-hund-film auf pro7 und schwelge in kurzzeitdepressionen. naja das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. sagen wir mal ich schieb n sentimentalen. kost ja nix. 

 

warum? ja, gute frage. ich hab es lange zeit versucht und größtenteils auch geschafft mein leben umzustrukrieren. nach meinen vorstellungen zu leben. das zu machen was ich will. natürlich im rahmen dessen, wie das ein 19-jähriger, noch bei seinen eltern-lebender, sich grade mitten in seiner 2.-ausbildung-befindender typ kann.

 

 seit 11 monaten und 3 tagen bin ich jetzt single. genau das was ich die letzten monate auch so gefeiert hatte. frei zu sein, machen zu können was man will ohne rechenschaft schuldig zu sein, sich nicht nach jemanden richten zu müssen, keinen streit wegen kleinigkeiten zu haben. ich dachte das wäre genau mein ding. ich hatte nach meiner letzten beziehung einfach keine lust mehr auf beziehungen und durch meine "selbsfindungs"scheisse nach der trennung auch garkeine gelegenheit.

 

ich hatte kein problem damit, derjenige "ohne freundin" zu sein. der single halt. das dachte ich jedenfalls ne zeitlang.

als ich das erste mal gemerkt habe, dass es mich doch stört - das war so ende letztens jahres -  war es trotzdem nicht das singlesein was mich störte, sondern es störte mich dass meine freunde keine singles waren. das hört sich wiklich ultraassi an, wenn ich es grade so lese, aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, dass es genauso war.

 

die neueste erkenntnis kam mir dann gestern. 

 

ich war nach einer - im gegensatz zu den letzten wochenenden - ereignislosen, eher langweiligen "partynacht" am samstagmorgen bei nem kumpüel frühstücken. um 12 musste er weg, weil er bei seiner mutter arbeiten musste und überliess mir seine wohnung, da ich momentan keine fahrmöglichkeit hab und erstmal abchecken wollte, ob abends noch was geht, bevor ich 20 € für ein taxi nach hause bezahle. 

ich saß dann - mich zu tode langweilend - mindestens 7 stunden in der wohnung rum, niemand hatte lust was zu unternehmen, war erreichbar oder schon wach. automatisch denkt man über jeden scheiss nach und gepaart mit dem enttäuschenden freitagabend führte das zu meiner ganz anfang erwähnten "sentimentalen" phase.

 

ich merkte aufeinmal wie sehr es mir fehlt, einfach jemanden zu haben, der einem zuneigung schenkt, mit dem man an einem langweiligen tag, wie dem samstag, einfach nur arm in arm auf der couch sitzen kann, sodass man einfach nur die nähe spürt und damit zufrieden ist. 

 

ich bin damals von einem extrem ins nächste gesprungen. vor meiner letzten beziehung war ich jemand, der problemlos tagelang auch einfach nur daheim sich alleine beschäftigen konnte. eher in mich gekehrt. wollte nie viele menschen um mich haben. 

als ich mit meiner exfreundin zusammenkam, gab es nicht einen tag mehr, an dem ich alleine war. wir waren ein deckel udn ein topf, haben uns jeden tag gesehen und waren nur zum arbeiten / schule gehen getrennt. es gab hunderte tage wie dieser samstag gestern. aber da war es egal. da langweilte man sich zwar auch, aber man hatte jemanden in seinem arm liegen und  spürte man ist nicht alleine. es war zeitweise sogar schön einfach nichts zu machen ausser dazuliegen mit jemanden den man mag.

 

nach der trennung wurde ich aufeinmal zu einem extrem extrovertierten typen. mittlerweile macht es mich krank, wenn ich mal n tag nicht unter leuten bin. ich kann alleine sein, keine frage, aber am liebsten bin ich mit leuten zusammen, neue leute, alte leute, egal. hauptsache ich mag sie und es ist unterhaltsam. über die letzten 11 monate haben sich deshalb immer mehr freundeskreise ergeben, denen ich mich zugehörig fühle, immer mehr leute habe ich kennen und mögen gelernt und ich hatte ne geile zeit, die auch noch lange nicht vorbei ist.

 

aber egal wieiviele neue freude ich hab, wie sehr ich alte freundschaften aufblühen lassen oder intensiviert hab. die art von nähe und zuneigung bzw. aufmerksamkeit, die ich suche um 100 % glücklich zu sein, finde ich nicht bei den freunden, mit denen ich party machen gehe, nicht bei denen mit denen ich über alles reden kann, nicht bei denen die ich schon ewig kenne.

 

ich weiss nicht ob ich jetzt aufeinmal kein single mehr sein will.  ich weiss nichtmal ob es überhaupt was bringt, sich sowas vorzunehmen, also "ich will erstmal single sein" oder "ich such mir ne freundin". das ist ja eher sone unvorhersehbare sache.

 

aber ich weiss dass ich egal wie sehr ich alle anderen bereiche meines lebens so perfektioniere, ich im moment nicht glücklich bin.

10.5.09 17:30


alles klar. einwandfrei. kein problääääm!

so dann legen wir mal los hier.

 

denk morgen kommt der erste eintrag mit dem namen "ultra auf tabletten durch shanghai".. ich geh aber jetzt pennen. 

 

machts gut schwenkt den hut. 

4.5.09 22:21





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